Alzheimer-Wohngemeinschaften/Hamburg

Alzheimer ist die häufigste Form der dementiellen Erkrankungen. "Das Krankheitsbild ist gekennzeichnet durch Gedächtnis- und Orientierungsstörungen sowie Störungen des Denk- und Urteilsvermögens. Diese Störungen machen die Bewältigung des normalen Alltagslebens immer schwieriger. Die Patienten sind zunehmend auf Hilfe und Unterstützung angewiesen. Dabei sind Alzheimer-Kranke keine einheitliche Gruppe, sondern Individuen mit ganz unterschiedlichen Lebensläufen, Kompetenzen und Defiziten, die in unterschiedlichen sozialen und ökonomischen Situationen leben."

Alzheimer ist nicht heilbar, das Wohlbefinden der Betroffenen kann jedoch durch angepasste Umgebungs- und Umgangsgestaltung positiv beeinflusst werden. Das Prinzip von Wohngemeinschaften statt Pflegeheimen versucht, dem Rechnung zu tragen. In den 90er Jahren entstand in Frankreich die Idee, dem gemeinschaftlichen Wohnen mit bekannten Bezügen, eine größere Rolle zuzubilligen. Nachdem dieses Konzept sich zuerst in Berlin etablierte, kann man seit ca. 2003 fast von einer "Schwemme" sprechen. In Hamburg gibt es Anfang 2007 vier Alzheimer-Wohngemeinschaften, ambulant betreutes Wohnen in einem Milieu, welches einem Privathaushalt ähnlich ist. Die BewohnerInnen werden in Aktivitäten, z.B. der Essenszubereitung, eingebunden. Der Kontakt der Angehörigen untereinander ist sehr wichtig, da sich gemeinschaftlich um die Wohnbelange und organisatorische Fragen gekümmert wird. Es sind auch die Angehörigen, die das Pflege- und Betreuungspersonal auswählen.

Die Fotos sind aus zwei Alzheimer-Wohngemeinschaften in Hamburg von Anfang 2007.

Zitate von und weitere Informationen bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.

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